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Sonntag, Mai 19, 2013

Tuesday las: "Knochenfinder" von Melanie Lahmer

Über den Kriminalroman "Knochenfinder" hatte ich schon häufiger mit großem Interesse gelesen, da es darin um Geocaching geht. Für alle, die nicht wissen, was das ist: Geocaching ist ein Spiel, bei dem man mit Hilfe eines GPS-Gerätes, die von anderen Mitspielern versteckten Dosen sucht. (mehr Informationen) Da ich das selbst schon seit ein paar Jahren immer mal wieder mache fand ich die Idee natürlich spannend, schließlich hab ich mich selbst mehr als einmal beim Suchen der kleinen "Schätze" in einsamen Waldabschnitten sehr gegruselt. Weiterer Pluspunkt für das Buch: Es spielt im Siegerland. Da war ich immerhin schon mehr als einmal und ich finde es immer schön, wenn ich einen Bezug zu den Orten habe, die in einem Roman vorkommen und vielleicht sogar schon mal dortgewesen bin. (Ich war schon mal da, wo das Opfer verschwand! *grusel* :D)

"Wenn Geocaching zum blutigen Spiel ohne Grenzen wird...", so die Überschrift des Klappentextes. Zunächst taucht in einem Geocache Versteck ein abgetrennter Finger auf, die Komissarin Natascha Krüger und ihre Kollegen ermitteln in der "Geocaching Szene" allerdings stoßen sie bei ihren Ermittlungen auch auf Hinweise auf einen brutalen Gewaltvideoring an der Schule des Sohnes ihres Kollegen. Gibt es da einen Zusammenhang?

Das Buch beginnt sehr plätschernd. Ich vermute, die Seiten auf denen erklärt wird was Geocaching eigentlich ist, ist für Leser, die sich bisher nicht mit dem Thema auseinandergesetzt haben interessanter als für mich. Darauf folgt eine sich etwas zu offensichtlich anbahnende Lovestory und teilweise ganze Absätze, die wie Übungen aus einem Buch für "Wie werde ich ein guter Schriftsteller?" wirken. Möglicherweise fällt es mir verstärkt auf, weil ich solche Bücher kenne, jedenfalls ist für meinen Geschmack einiges einfach zu klischeehaft ausgeführt und ich hab bei vielen Sätzen nur noch denken können "Ah, damit will die Autorin nun dies oder jenes erzielen." Irgendwann im Laufe des Buches wurde es dann allerdings doch noch ganz spannend und ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, weil ich wissen wollte wer denn nun der Täter ist. Kurz vor dem großen "Showdown" wurde dann der Spannungsbogen allerdings noch mal etwas überstrapaziert.

Fazit: Ich hab mir etwas mehr von dem Buch versprochen, aber es war ganz okay. Vielleicht ist es weniger anstrengend für jemanden, der nicht so sehr auf Formulierungen und Aufbau des Spannungsbogen und Co. achtet. Ich bin da eventuell etwas verdorben. ;)